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16.12.2011
Simmet Preis für assistierte Reproduktion

Der Award des International Congress of Animal Reproduction (ICAR) zeichnet einen aktiven Wissenschaftler für herausragende Grundlagenforschung und angewandte Forschung im Bereich der assistierten Reproduktion von Tieren aus. Der Simmet Preis in Höhe von 50.000 Euro wird alle vier Jahre bei der ICAR Konferenz vergeben. Die Auszeichnung wird von der Familie Simmet in Erinnerung an den Minitüb Gründer, Dr. Ludwig Simmet, gesponsert.

Simmet prize winner Dr. Aitken

Der Empfänger des Simmet-Preises für assistierte Reproduktion 2012 ist Dr. R. John Aitken. Dr. Aitken hat einen bemerkenswerten Beitrag zur Forschung im Bereich der männlichen Unfruchtbarkeit bei Haustieren und Menschen geleistet, der von großem praktischem Wert für die Industrie mit Interesse an der männlichen Genetik ist. Seine zahlreichen bahnbrechenden Studien haben Labore und zugehörige Industrien auf der ganzen Welt beeinflusst. Zudem ist Dr. Aitken einer der produktivsten unter den aktiven Reproduktionsbiologen.

Dr. Aitken, ist ein Pionier bei der Entwicklung von objektiven Methoden zur Messung der Spermien Bewegung, von der Zeitraffer-Fotografie bis hin zu CASA-Systemen, die heute in der modernen Theriogenology alltäglich sind. Er entwickelte auch eine neue Technik für die Überwachung der Akrosomreaktion in lebenden Zellen, die anschließend in mehreren heimischen Arten verwendet wurde einschließlich der jüngsten durchflusszytometrischen Assays für Bullen. Er war maßgeblich an der Entwicklung von heterologen in vitro-Fertilisation Assays von Spermien-Funktion beteiligt, die verwendet werden, um die männliche Fruchtbarkeit bei Groß- und Nutztieren zu überwachen.

In Folge entwickelte er biochemischer Parameter, um männliche Unfruchtbarkeit vorherzusagen. Im Zuge dieser Studien ebnete er auch den Weg für den Grundgedanken, dass oxidativer Stress eine wichtige Determinante für Spermien-Funktion und DNA-Schäden ist und entwickelt auf Fluorometrie / Durchflusszytometrie basierende Assays, die jetzt weit verbreitet sind bei der Diagnose von männlicher Unfruchtbarkeit und bei einer Reihe von Säugetierarten angewendet werden. Diese visionären Ansätze haben es Veterinären und Nutztier-Wissenschaftlern erlaubt, Aspekte der Kryobiologie und Lagerung zu erkunden, die sonst einige Jahre Entwicklungsarbeit bedeutet hätten. Solche technologischen Fortschritte führten zu einem hohen Entwicklungspotenzial der antioxidativen Therapie für die Verbesserung des Fruchtbarkeitspotenzials von Säugetiere-Spermien in vivo und in vitro.

Dr. Aitken Forschungs-Know-how hat die Reproduktiv- und Gameten-Biologie in neue Bereiche geführt, wie zum Beispiel das Verständnis der grundlegenden Prozesse der Spermien-Kapazitation. Seine Forschungsleistungen ermöglichen wertvolle Einblicke und werden von zahlreichen Forschergruppen weltweit in Studien zur Erforschung von zellulären und biochemischen Prozessen, einschließlich Apoptose, Zell-Signalisierung und pathophysiologischen Mechanismen rund um die Geheimnisse der Spermatogenese, Spermienreifung, Kapazitation und Befruchtung genutzt.

 

Dr. Aitken ist ein außergewöhnlicher Wissenschaftler. Er kümmert sich im viele Doktoranden und Post-Doktoranden, die er ausgebildet hat, und begleitet sie in einem interdisziplinären Umfeld in Zusammenarbeit mit seinen direkten und weltweiten Wissenschaftskollegen. Dr. R. John Aitken verkörpert somit regelrecht Sinn und Zweck des Simmet-Preises für assistierte Reproduktion.

Mehr Informationen: www.icar2012.com